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Heerschau pt. 28 – Speerträger

Es ist vollbracht!

Schon 28 Posts später ist die Heerschau meiner Imperiumsarmee tatsächlich geschafft. Den Abschluss bildet meine Lieblingseinheit in der ganzen Armee. Eine Einheit von 45 Speerträgern. Sie ist meine Lieblingseinheit aus mehreren Gründen. Zunächst besteht sie zu weiten Teilen noch aus alten Modellen und alle Modelle sind mit umgebauten Piken ausgerüstet. Zwar wirken die Piken beim genaueren Hinsehen ein wenig überdimensioniert und nicht wirklich realistisch, die Einheit macht aber auf dem Tisch immer Eindruck und bisher haben sich nur wenige getraut, sie in voller Mannstärke anzugreifen. Die Speere sind aus Draht und ziemlich stabil, was auch schon so manches mal für einen Speer in der Hand während der Bewegungsphase gesorgt hat.

Sie ist außerdem meine Lieblingseinheit, weil ihre Rolle auf dem Schlachtfeld mir sehr gefällt. Diese Einheit anzugreifen kann wirklich gefährlich sein, weil sie in Horde und mit Speeren wirklich viele Attacken haben. Das macht sie zu einem hervorragenden Bunker für anfällige Charaktermodelle. Gut gebufft zum Beispiel durch ein Celestisches Orkanium und einen Kriegspriester wird aus der Einheit aber auch eine wirklich gefährliche Offensiv-Einheit.

Das Farbschema orientiert sich an Middenheim und dementsprechend sind auch die Freehands auf den Bannern gehalten. Die Einheit umfasst zwei Kommandoeinheiten aus Standarte, Champion und Musiker, da ich sie bisweilen auch als zwei Zwanzigerblöcke gespielt habe. Nach einigen Tests kam ich aber zu dem Schluss, dass Infanterie-Einheiten des Imperiums mindestens 40 Mann stark sein sollten und in Horde stehen sollten. Die Banner zeigen auf der einen Seite eine klassische Symbolik der weißen Wölfe des Drakenwalds und auf der jeweiligen Rückseite zwei unterschiedliche Wappensymbole wie sie lokale adelige führen könnten.

Dieser Post schließt die Serie der Heerschau und somit sind endlich alle Einheiten meiner Imperiumsarmee mit guten Fotos und einer kleinen Geschichte zu ihrer Entstehung, zu gewählten Farben und zum Fluff auf dem Blog vertreten. Vielen Dank fürs Interesse und hoffentlich hat es inspiriert und gefallen.

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Middenheimer Speerträger, die Zweite.

Im letzten Post habe ich die Grundfarben Blau und Weiß auf die Modelle gebracht. Nun ist es Zeit, Hauttöne, Rüstungsteile Details und Waffen in Farbe zu bringen, um die Modelle fertig für den Spieltisch zu bekommen.

Ich habe alle Lederteile mit “Snakebite Leather” von “Citadel” grundiert. Um schnell zu sein, habe ich mich für eine deckende Grundierung entschieden, die mit einer Wash in “Agrax Earth Shade” von “Citadel” abgerundet wurde. Die Grundierung in “Snakebite Leather” mit anschließender Wash ergibt meiner Meinung nach einen schönen Leder-Effekt mit sehr wenig Aufwand. Ich habe außerdem die Gesichter mit “Bugman’s Glow” von “Citadel” grundiert und alle metallischen Rüstungsteile mit “Boltgun Metal” von “Citadel”. Jetzt war es auch an der Zeit, die Speere zu grundieren und ich habe die “Black Primer” von “Vallejo” einfach mit dem Pinsel verarbeitet um alle Speere zu bemalen. Die Hutfedern wurden in “Red” von “Vallejo Model Color” grundiert.

Im Anschluss daran wurden alle neu grundierten Teile gründlich gewashed. Alle Lederteile mit “Agrax Earthshade”, alle Metallteile mit “Nulin Oil” und alle Hautteile mit “Reikland Fleshshade” (Alle von “Citadel”).

Damit die Modelle sich nahtlos in die Armee einfügen, wurden die Bases mit meinem Sand-Partikel-Blumenerde-Mix beklebt und mit “Bloodstone” von “P3” grundiert.

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Und jetzt: Freehands !!!111einself ..

Da ich es ja schon bei meinen Hellebardieren im P500 angefangen hatte, war es nur logisch, auch dieser Einheit freehands auf die Flaggen zu malen. Ich habe diesmal deutliche Qualitätsabstriche zugunsten der Geschwindigkeit in Kauf genommen. Vllt finde ich ja irgendwann nochmal die Muße, sie noch einmal schöner zu machen. Ich habe mich entschieden, eine Hälfte der Flagge mit dem Wappen von Middenheim zu gestalten (rot) und die jeweilige Rückseite mit zwei unterschiedlichen regionalen Wappen in Middenheim (weiß) zu versehen. Ich habe mich dabei wieder an das Heraldik-Buch des Imperiums gehalten und somit eine fluffmäßig stimmige Symbolik in der Armee.

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Für die Basegestaltung habe ich die gleichen Farben benutzt wie beim Rest der Armee. Ein Drybrush mit “Loren Forest” von “Citadel” und ein leichter Drybrush mit “Jack Bone” von “P3”. Ein bisschen statisches Gras und fertig ist die Base. Das Herbst-Thema der restlichen Armee wurde bei diesem Trupp noch nicht umgesetzt, es müssen also irgendwann noch Blätter ergänzt und bemalt werden.

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Die Modelle sind wie eingangs beschrieben sicher nicht die nächsten golden demon gewinner, machen aber auf dem Spielfeld denke ich eine gute Figur. Hier ein paar Bilder der fertigen Einheit noch auf dem Arbeitstisch. Bessere Bilder folgen in Kürze.

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und noch einmal die komplette Galerie:

Middenheimer Speerträger

Um die Infanterie meiner Imperiums-Armee zu verstärken habe ich mich entschieden, ein großes Regiment Speerträger auszuheben. 40 Mann sollten es werden und ganz sicher sollten sie die Piken von Warlord Games tragen. Natürlich unter Berücksichtigung von Schwerkraft und Realität totaler Nonsens, aber ein Regiment mit diesen Piken (natürlich ungekürzt) sieht einfach nur episch aus. Zumindest habe ich mir das episch vorgestellt.

Die aktuellen Staatstruppen des Imperiums sind zwar an sich ganz nett, die Vorstellung, dass sich auf einem Spielfeld nachher 80 oder 100 Mann Infanterie in ein und der selben Haltung hinstellen und sich Speere oder Hellebarden entgegenstrecken fand ich nicht so prickelnd. Inspiriert von einigen Bildern aus dem Netz habe ich mich für die alten Speerträger Modelle von GW entschieden, da von denen immer einige die Speere senkrecht trugen und andere sie nach vorne angriffsbereit hielten. Nach einer ausgiebigen Suche in Andys Bitz-Box und einem glücklichen Abschuss bei eBay hatte ich also die Modelle zusammen. Die Piken bei Warlord Games werden in Packungen zu 40 Stück verschickt, also sollten es 40 Speerträger werden. Um sie auch in kleineren Spielen mit vollem Kommando spielen zu können kamen noch einmal Musiker, Standartenträger und Champion für zwei Zwanzigertrupps hinzu. Also mal eben 46 Modelle umbauen und bemalen. Kleinigkeit =)

ich habe alle Speere entfernt und die Hände der Truppen mit einem schmalen Bohrer durchbohrt. Die Piken sind ziemlich dünn und wenn man es sich gaaaanz aus der Nähe anschaut sind Reste der Speere an den Händen der Pikeniere erkennbar. Für die Horde, die nachher aber auf der Platte steht ist das vollkommen akzeptabel.

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Ich gehe das Projekt wieder in einem Speedpainting-Verfahren an, da die Modelle schnell fertig werden sollen und mir ein guter Tabletop-Standard absolut ausreicht. Um also schön dunkle Schatten zu bekommen entscheide ich mich für eine Grundierung in schwarz. Zu diesem Zeitpunkt sind die Piken noch einzig als Haltegriffe wichtig, also habe ich sie noch nicht grundiert. Die Farbe würde in den ersten Schritten sowieso abgehen und ich müsste sie später erneut grundieren.

Um farbige Schatten zu bekommen war als nächstes der Overspray in der Schattenfarbe dran. Ich wollte sie wie oben geschrieben in einem Middenheimer Farbschema bemalen und habe mich daher vorherrschend auf die Farben Blau und Weiß konzentriert. Schattenfarbe in diesem Fall ganz klar blau. Ich habe also von der Seite und oben mit dem Airbrush eine Schicht “Intense Blue (70925)” von “Vallejo Model Colour” auf die schwarze Grundierung gesprüht. So bleibt die Schattenfarbe in den tiefsten Regionen schwarz und die Schatten in den etwas helleren Bereichen der Miniatur bekommen eine blaue Schattierung.

Im direkten Anschluss habe ich die Modelle mit “skeleton bone” aus der “Army Painter Warpaints” Serie kräftig trocken gebürstet. Dieser Schritt dient lediglich zum Herausholen der Details auf der Miniatur und die leicht unterschiedlichen Schattierungen des Bone-Farbtons auf den verschiedenen Miniaturen stört später nicht.

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Um die Hauptfarben Blau und Weiß am fertigen Modell entsprechend zur Geltung zu bringen, habe ich mich für einen Klassiger im Imperiums-Design entschieden. Einen Ärmel weiß, einen Ärmel Blau, das gegenüberliegende Hosenbein Blau und das übrige Hosenbein weiß. Dieses schachbrettartige Muster gibt dem Gesamt-Trupp nachher einen coolen Look und ist wirklich interessant fürs Auge.

Die Stellen, die nachher weiß werden sollten habe ich mit einem focused dry brush in “neutral grey (70992)” von “Vallejo Model Color” vorbereitet. Auf dem Grau kommt später das Weiß besser zur Geltung und durch die Technik bleibt in den tiefsten Kanten die Schwarz/Blau Schattierung der Schatten erhalten. Darauf folgte ein dry brush mit “Ivory (70918)” von “Vallejo Model Color” um das Weiß herauszuarbeiten. An den weiter im schatten liegenden Stellen habe ich das Grau dominieren lassen und an den helleren Stellen kräftiger trocken gebürstet. Insgesamt strebe ich einen zenitalen Lichteffekt an, also Licht von Oben.

Um auf dem Schlachtfeld nachher aus der Entfernung den gewünschten Farbeffekt und Kontrast zu erreichen, habe ich mich entschieden bis ins wirklich reine Weiß zu gehen und Highlights ebenfalls mit dem dry brush om “Dead White (72001)” von “Vallejo Game Color” zu setzen. Das Ergebnis sind vernünftig schattierte weiße Regionen an der Miniatur.

Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich die vorbereiteten Stellen für das Speedpainting noch nicht wirklich genutzt, da ich alle Farben mit dem dry brush deckend aufgetragen habe. Das war eine ganz bewusste Entscheidung, weil das Hochschichten von Weiß auf einer Schwarz / Blau grundierten Figur hätte mich viel zu viel Zeit gekostet.
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Um die Blautöne zu erreichen, die ich haben wollte, habe ich dann endlich echtes Speedpainting benutzt. Ich habe die Modelle mit einer Glaze in “Intense Blue (70925)” von “Vallejo Model Colour” überzogen und mit den darunter durch das Trockenbürsten hervorgehobenen Highlights ein wunderbar schattiertes Blau erhalten. Um dem Weiß etwas mehr Tiefe zu verleihen und es etwas schmutziger und abgenutzter zu bekommen habe ich mich für eine ganz schwache Wash mit “Nulin Oil” von “Citadel” entschieden. ganz schwach bedeutet, dass ich die Wash mit Wasser weiter verdünnt habe und nur sehr sparsam aufgetragen habe.

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Da die Wash natürlich auch das Blau wieder etwas dunkler gemacht hatte, habe ich im nächsten Schritt die blauen Rüstungsteile wieder mit “Intense Blue” und “Andrea Blue” von “Vallejo Model Color” gehighlightet. Ich bin mit einer Mischung aus drybrushing und flatbrushing vorgegangen um wirklich schnell auf den gewünschten Effekt zu kommen. Der Blau/Weiß Effekt auf den Soldaten war damit fertig.

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… to be continued