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Middenheimer Speerträger, die Zweite.

Im letzten Post habe ich die Grundfarben Blau und Weiß auf die Modelle gebracht. Nun ist es Zeit, Hauttöne, Rüstungsteile Details und Waffen in Farbe zu bringen, um die Modelle fertig für den Spieltisch zu bekommen.

Ich habe alle Lederteile mit “Snakebite Leather” von “Citadel” grundiert. Um schnell zu sein, habe ich mich für eine deckende Grundierung entschieden, die mit einer Wash in “Agrax Earth Shade” von “Citadel” abgerundet wurde. Die Grundierung in “Snakebite Leather” mit anschließender Wash ergibt meiner Meinung nach einen schönen Leder-Effekt mit sehr wenig Aufwand. Ich habe außerdem die Gesichter mit “Bugman’s Glow” von “Citadel” grundiert und alle metallischen Rüstungsteile mit “Boltgun Metal” von “Citadel”. Jetzt war es auch an der Zeit, die Speere zu grundieren und ich habe die “Black Primer” von “Vallejo” einfach mit dem Pinsel verarbeitet um alle Speere zu bemalen. Die Hutfedern wurden in “Red” von “Vallejo Model Color” grundiert.

Im Anschluss daran wurden alle neu grundierten Teile gründlich gewashed. Alle Lederteile mit “Agrax Earthshade”, alle Metallteile mit “Nulin Oil” und alle Hautteile mit “Reikland Fleshshade” (Alle von “Citadel”).

Damit die Modelle sich nahtlos in die Armee einfügen, wurden die Bases mit meinem Sand-Partikel-Blumenerde-Mix beklebt und mit “Bloodstone” von “P3” grundiert.

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Und jetzt: Freehands !!!111einself ..

Da ich es ja schon bei meinen Hellebardieren im P500 angefangen hatte, war es nur logisch, auch dieser Einheit freehands auf die Flaggen zu malen. Ich habe diesmal deutliche Qualitätsabstriche zugunsten der Geschwindigkeit in Kauf genommen. Vllt finde ich ja irgendwann nochmal die Muße, sie noch einmal schöner zu machen. Ich habe mich entschieden, eine Hälfte der Flagge mit dem Wappen von Middenheim zu gestalten (rot) und die jeweilige Rückseite mit zwei unterschiedlichen regionalen Wappen in Middenheim (weiß) zu versehen. Ich habe mich dabei wieder an das Heraldik-Buch des Imperiums gehalten und somit eine fluffmäßig stimmige Symbolik in der Armee.

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Für die Basegestaltung habe ich die gleichen Farben benutzt wie beim Rest der Armee. Ein Drybrush mit “Loren Forest” von “Citadel” und ein leichter Drybrush mit “Jack Bone” von “P3”. Ein bisschen statisches Gras und fertig ist die Base. Das Herbst-Thema der restlichen Armee wurde bei diesem Trupp noch nicht umgesetzt, es müssen also irgendwann noch Blätter ergänzt und bemalt werden.

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Die Modelle sind wie eingangs beschrieben sicher nicht die nächsten golden demon gewinner, machen aber auf dem Spielfeld denke ich eine gute Figur. Hier ein paar Bilder der fertigen Einheit noch auf dem Arbeitstisch. Bessere Bilder folgen in Kürze.

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und noch einmal die komplette Galerie:

Middenheimer Speerträger

Um die Infanterie meiner Imperiums-Armee zu verstärken habe ich mich entschieden, ein großes Regiment Speerträger auszuheben. 40 Mann sollten es werden und ganz sicher sollten sie die Piken von Warlord Games tragen. Natürlich unter Berücksichtigung von Schwerkraft und Realität totaler Nonsens, aber ein Regiment mit diesen Piken (natürlich ungekürzt) sieht einfach nur episch aus. Zumindest habe ich mir das episch vorgestellt.

Die aktuellen Staatstruppen des Imperiums sind zwar an sich ganz nett, die Vorstellung, dass sich auf einem Spielfeld nachher 80 oder 100 Mann Infanterie in ein und der selben Haltung hinstellen und sich Speere oder Hellebarden entgegenstrecken fand ich nicht so prickelnd. Inspiriert von einigen Bildern aus dem Netz habe ich mich für die alten Speerträger Modelle von GW entschieden, da von denen immer einige die Speere senkrecht trugen und andere sie nach vorne angriffsbereit hielten. Nach einer ausgiebigen Suche in Andys Bitz-Box und einem glücklichen Abschuss bei eBay hatte ich also die Modelle zusammen. Die Piken bei Warlord Games werden in Packungen zu 40 Stück verschickt, also sollten es 40 Speerträger werden. Um sie auch in kleineren Spielen mit vollem Kommando spielen zu können kamen noch einmal Musiker, Standartenträger und Champion für zwei Zwanzigertrupps hinzu. Also mal eben 46 Modelle umbauen und bemalen. Kleinigkeit =)

ich habe alle Speere entfernt und die Hände der Truppen mit einem schmalen Bohrer durchbohrt. Die Piken sind ziemlich dünn und wenn man es sich gaaaanz aus der Nähe anschaut sind Reste der Speere an den Händen der Pikeniere erkennbar. Für die Horde, die nachher aber auf der Platte steht ist das vollkommen akzeptabel.

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Ich gehe das Projekt wieder in einem Speedpainting-Verfahren an, da die Modelle schnell fertig werden sollen und mir ein guter Tabletop-Standard absolut ausreicht. Um also schön dunkle Schatten zu bekommen entscheide ich mich für eine Grundierung in schwarz. Zu diesem Zeitpunkt sind die Piken noch einzig als Haltegriffe wichtig, also habe ich sie noch nicht grundiert. Die Farbe würde in den ersten Schritten sowieso abgehen und ich müsste sie später erneut grundieren.

Um farbige Schatten zu bekommen war als nächstes der Overspray in der Schattenfarbe dran. Ich wollte sie wie oben geschrieben in einem Middenheimer Farbschema bemalen und habe mich daher vorherrschend auf die Farben Blau und Weiß konzentriert. Schattenfarbe in diesem Fall ganz klar blau. Ich habe also von der Seite und oben mit dem Airbrush eine Schicht “Intense Blue (70925)” von “Vallejo Model Colour” auf die schwarze Grundierung gesprüht. So bleibt die Schattenfarbe in den tiefsten Regionen schwarz und die Schatten in den etwas helleren Bereichen der Miniatur bekommen eine blaue Schattierung.

Im direkten Anschluss habe ich die Modelle mit “skeleton bone” aus der “Army Painter Warpaints” Serie kräftig trocken gebürstet. Dieser Schritt dient lediglich zum Herausholen der Details auf der Miniatur und die leicht unterschiedlichen Schattierungen des Bone-Farbtons auf den verschiedenen Miniaturen stört später nicht.

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Um die Hauptfarben Blau und Weiß am fertigen Modell entsprechend zur Geltung zu bringen, habe ich mich für einen Klassiger im Imperiums-Design entschieden. Einen Ärmel weiß, einen Ärmel Blau, das gegenüberliegende Hosenbein Blau und das übrige Hosenbein weiß. Dieses schachbrettartige Muster gibt dem Gesamt-Trupp nachher einen coolen Look und ist wirklich interessant fürs Auge.

Die Stellen, die nachher weiß werden sollten habe ich mit einem focused dry brush in “neutral grey (70992)” von “Vallejo Model Color” vorbereitet. Auf dem Grau kommt später das Weiß besser zur Geltung und durch die Technik bleibt in den tiefsten Kanten die Schwarz/Blau Schattierung der Schatten erhalten. Darauf folgte ein dry brush mit “Ivory (70918)” von “Vallejo Model Color” um das Weiß herauszuarbeiten. An den weiter im schatten liegenden Stellen habe ich das Grau dominieren lassen und an den helleren Stellen kräftiger trocken gebürstet. Insgesamt strebe ich einen zenitalen Lichteffekt an, also Licht von Oben.

Um auf dem Schlachtfeld nachher aus der Entfernung den gewünschten Farbeffekt und Kontrast zu erreichen, habe ich mich entschieden bis ins wirklich reine Weiß zu gehen und Highlights ebenfalls mit dem dry brush om “Dead White (72001)” von “Vallejo Game Color” zu setzen. Das Ergebnis sind vernünftig schattierte weiße Regionen an der Miniatur.

Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich die vorbereiteten Stellen für das Speedpainting noch nicht wirklich genutzt, da ich alle Farben mit dem dry brush deckend aufgetragen habe. Das war eine ganz bewusste Entscheidung, weil das Hochschichten von Weiß auf einer Schwarz / Blau grundierten Figur hätte mich viel zu viel Zeit gekostet.
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Um die Blautöne zu erreichen, die ich haben wollte, habe ich dann endlich echtes Speedpainting benutzt. Ich habe die Modelle mit einer Glaze in “Intense Blue (70925)” von “Vallejo Model Colour” überzogen und mit den darunter durch das Trockenbürsten hervorgehobenen Highlights ein wunderbar schattiertes Blau erhalten. Um dem Weiß etwas mehr Tiefe zu verleihen und es etwas schmutziger und abgenutzter zu bekommen habe ich mich für eine ganz schwache Wash mit “Nulin Oil” von “Citadel” entschieden. ganz schwach bedeutet, dass ich die Wash mit Wasser weiter verdünnt habe und nur sehr sparsam aufgetragen habe.

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Da die Wash natürlich auch das Blau wieder etwas dunkler gemacht hatte, habe ich im nächsten Schritt die blauen Rüstungsteile wieder mit “Intense Blue” und “Andrea Blue” von “Vallejo Model Color” gehighlightet. Ich bin mit einer Mischung aus drybrushing und flatbrushing vorgegangen um wirklich schnell auf den gewünschten Effekt zu kommen. Der Blau/Weiß Effekt auf den Soldaten war damit fertig.

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… to be continued

Mini Update zu den Chicken Knights

Ich habe auf der anderen Kamera noch ein paar Bilder der Entstehung der Demigreifen-Ritter gefunden.

Zunächst ein Blick auf die Lanzen: Um einen Farbverlauf von hell an der Spitze zu dunkel am Griff auf die Lanze zu bekommen und dennoch ein schickes Streifendesign drauf zu bekommen, habe ich mich entschieden, die Lanzen in bleached bone zu grundieren, dann mit masking tape einen Streifen spiralförmig entlang der Lanze aufzukleben und dann einen hell/dunkel Farbverlauf mit dem Airbrush aufzutragen. Leider habe ich davon keine Bilder, aber ich habe es mit Schwarz und Weiß umgesetzt. Der so entstandene Farbverlauf wurde dann mit der Ghost Tint von Badger in blau gesprüht. Nach dem Abziehen der Maskierung und der matten Lackierung ist ein hübscher Farbeffekt entstanden, der die Lanzen zu echten Hinguckern macht.

 

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Wie im anderen Tutorial ja bereits zu erkennen war, habe ich die Demigreifen getrennt von den Reitern bemalt. Hier ein paar Bilder vom ersten Kontakt der Ritter mit ihren Reittieren:

 

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Ich werde in den kommenden Wochen alle fertigen Einheiten und Regimenter meiner Fantasy-Armee einmal unter besseren Lichtbedingungen fotografieren und so eine kleine Heerschau-Serie hier im Blog machen. Dann kommen auch die letzten Erklärungen bis zu den fertigen Chicken Knights.

Und noch einmal die fast fertigen Knights mit dem Bild aus dem letzten Post, damit man sieht wie die Lanzen am Ende aussehen:

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Entstehung der Chicken-Knights

Wie versprochen habe ich von den Demigreifenrittern in der Entstehung einige Bilder gemacht und versuche mich in diesem Post an einem kleinen Tutorial.

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Ich habe mich entschieden, sechs Demigreifenreiter auf einmal aufzubauen und zu bemalen. sechs ist zwar sicherlich nicht dir optimale Einheitengröße für Chicken-Knights, insbesondere für wirklich große Spiele denke ich aber, dass es gut ist, auf die 6 in einer Einheit zurückgreifen zu können. Es sollten als einmal volles Kommando mit Standarte, Musiker und Champion werden und drei normale Ritter.

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Um die Teile der einzelnen Ritter nicht durcheinander zu bringen habe ich alle Teile eines Ritters in ein Schälchen getan, nachdem ich die ausgelöst und gesäubert hatte. Die Beschriftung hat mir später geholfen, zuzuordnen, welches Schälchen zu welchem Modell gehört. Dieses System habe ich in der Form das erste mal verwendet, ich kann aber schon jetzt vorweg nehmen, es hat sich später deutlich bezahlt gemacht.

Als einen der ersten Schritte habe ich die Bases strukturiert. Ich habe mit Weißleim gearbeitet, der eine ganze Weile zum Durchtrocknen braucht, danach kam eine Schicht braun, dann ein Grün, dann ein helles Beige, dann kam Flock und die Blätter für das Herbst-Schema. Für beides musste der Sekundenkleber komplett abbinden, dann mussten die Blätter bemalt werden usw. usw. … man sieht schon in den Bases steckt ein Haufen Arbeit, die sich wunderbar mit dem Bemalen der Miniaturen parallelisieren lässt, wenn man früh genug anfängt. Also Bekleben der Bases mit Sand und Geröll als einer der ersten Schritte. Zum Basen benutze ich die Box, die man in den Bildern sehen kann. Darin befindet sich getrocknete Blumenerde, einiges an kleinen Wurzeln, feiner Sand, ein Deko-Granulat, usw. usw. … insgesamt also ein bunter Mix an Texturen.

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Im nächsten Schritt habe ich Teile der Miniaturen zusammengebaut. Ich habe mich bewusst dagegen entschieden, die Modelle komplett zusammenzubauen, um möglichst viel bei der Bemalung mit dem Airbrush machen zu können. Ich habe mich entschieden die Körper der Demigreifen zusammenzukleben, die Köpfe zwar auch zusammenzubauen, aber Köpfe und Körper noch getrennt zu lassen. Die Reiter habe ich bis auf Kopf und Arme zusammengebaut und auf einen Korken gepinnt. Pro Modell ergab das also den zusammengebauten Körper, einen Korken mit dem Ritter, einen Korken mit dem Kopf, einen Korken mit dem Kopf des Demigreifen und eine Hand voll Kleinteile wie Arme / Lanzen / etc.

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Leider passen die Körper der Demigreifen nicht 100% zusammen, also musste ein bisschen Milliput herhalten um die Flächen insbesondere am Sattel einigermaßen glatt zu bekommen. Die Füße an die Beine zu kleben war auch ein ziemliches Gefrickel und ich bin mir bis heute nicht sicher, ob ich nicht den einen oder anderen letztlich verwechselt habe. Auch hier Milliput in die Lücken und keiner merkts, wenn’s bemalt ist =)

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Als das bei allen zufriedenstellend aussah ging es ans Grundieren. Ich habe zunächst die Greifen und alles auf den Korken mit Callejo grey primer gesprüht. Die Kleinteile habe ich noch ausgelassen, dazu später mehr. An dem Punkt ging es dann auch noch einmal ein bisschen vor und zurück. Mit dem Primer waren die Lücken doch besser sichtbar als gedacht, also noch mal Milliput drauf, nochmal basen usw. bis alles ok aussah. Das ganze wie gesagt wieder für 6 Modelle. Man hätte sie sicher auch einfach so lassen können und bemalen, eine saubere Arbeit am Anfang zahlt sich aber erfahrungsgemäß im späteren Verlauf dann aus.

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Dann kam endlich Farbe ins Spiel. Ich wollte nicht, dass die Demigreifen nachher alle gleich aussehen, also habe ich mich für leicht unterschiedliche Töne für die Fell- / Hautfarbe entschieden. bei allen Tönen gab es einen Grundton, einen Ton für die Schatten und einen Ton für die Highlights. Die Rüstungsteile wurden dabei einfach mit übersprüht, da sie eh später noch bemalt werden sollten, war das egal. Die Köpfe bekamen Grundfarben in Grauschattierungen, nicht zuletzt um sich von den warmen Farben der Hauttöne gut abzuheben.

Beim Bemalen der Sonnenritter habe ich einige Recherchen zur Farbgebung von Pferden betrieben und dabei festgestellt, dass sie selten einen einzelnen Farbton auf dem ganzen Köroper haben. Oft sind sie hell und an den Fesseln bspw. dunkel oder umgekehrt. Um die Demis interessanter zu machen, habe ich das Konzept übertragen und die Pranken farblich vom Fell abgesetzt. Auch hier habe ich mich an verschiedenen Kontrastkonzepten versucht. Hell/Dunkel und Kalt/Warm insbesondere.

Als die Farbschattierungen ok aussahen bekam das ganze Modell eine ordentliche Schickt Klarlack um die Oilwash vorzubereiten.

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Bei der Oil-Wash kam eine Mischung aus schwarz und Braun zum Einsatz. Ich fand, dass die Braun am ehesten mit den Farbtönen der verschiedenen Hautfarben harmonierte und die Schwarz sollte für dunklere Akzente sorgen. Angemischt mit Terpentinersatz, rauf aufs Modell und trocknen lassen. Hier gilt die Devise viel hilft viel (man sieht’s am vertropften Untergrund). Die Modelle werden im Anschluss mit einem in Terpentinersatz getränkten Wattestäbchen gereinigt. Dabei kann man dann die ganze Sauerei, die man beim Washen auf der Miniatur hinterlassen hat, wieder weg machen.

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Nach dem Säubern der Oil-Wash war es an der Zeit, die Rüstung in Angriff zu nehmen. Wie schon oben beschrieben war es erklärtes Ziel, möglichst viel an der Miniatur mit dem Airbrush zu machen. Um nicht die bisherige Arbeit wieder zu versauen musste ich aufwändig maskieren. Ich habe Tape, Pattafix und Silikonknete verwendet um ein sauberes Masking hinzubekommen. Die Übergänge an der Rüstung waren dabei nicht so wichtig, da sie am Ende golden sein sollten und die Metallfarben mit ihrer starken Deckkraft auch schlampige Kanten ausgleichen können.

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Für die Rüstung habe ich lange hin und her überlegt und zwischen rot und blau geschwankt. In den Heraldik-Quellen von Games Workshop ist keine ausführliche Information zu den Demigreifen-Orden zu finden, also ging es nach Geschmack. Da ein großer Teil der Armee schon Rottöne enthält und ich insgesamt auf ein farbenreiches Gesamtbild hinaus will, habe ich mich für blau entschieden. Als schnelle Methode für Schattierung und sanfte Übergänge habe ich schwarz grundiert, mit Grautönen zenitales Licht erzeugt, mit weiß ein finales Highlight gesetzt und dann mit der Ghost Tint von Badger den Farbton angelegt.

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Beim Anlegen der Farbe bin ich mit der Ghost Tint ein bisschen zu ungeduldig gewesen und habe einen Teil der Schattierung wieder verloren durch zu intensives Blau. Auf dem Endergebnis nicht tragisch, aber was gelernt für das nächste mal. Die Tints trocknen glänzend ab, also war die nächste Schicht eine ordentliche Lackierung mit Mattlack.

Wie das immer so ist, wenn ich mir vornehme ausführliche Tutorials zu machen, an irgendeinem Punkt kommt dann plötzlich ein Spieltermin auf, an dem das Modell zum Einsatz kommen soll und es muss schnell fertig werden … man kennt das ja. Was bleibt auf der Strecke? Klar, die Fotos. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt habe ich keine weiteren Fotos auf dem Rechner, die das Bemalen der Ritter und der Lanzen genauer zeigen würde. Ich muss noch mal auf die Kamera schauen, ob ich noch welche habe, wenn nicht muss ich mit ein paar Detailfotos der fertigen Modelle noch zu ende erklären.

Kurz zusammengefasst kam reichlich Gold auf die Ritter, die Lanzen wurden knochenfarben grundiert, ein dünner Streifen Tape spiralförmig darum gelegt und das ganze blau übersprüht. Die Fahnen sind mit Schrift-Andeutungen aufgepeppt und die Modelle letztlich komplett zusammengebaut.

Die Bases wurden mit einem rötlichen Braun grundiert, dann kam ein focused drybrushing mit einem natürlichen Grünton und ein leichtes drybrushing mit einem hellen Beigeton. Die Bases wurden mit statischem Gras geflockt und es wurden Birkensamen als Blätter aufgeklebt. Die Blätter sind mit Rot-, Gelb- und Grüntönen in Wet in Wet Technik bemalt.

Was ich noch habe ist das letzte WIP Bild vom Handy, da bekommt man schon einen gewissen Eindruck.

Detailfotos der fertigen Modelle folgen, wenn ich die komplette Armeeschau fotografiere.
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Vielen Dank fürs Lesen und viel Spaß mit dem Tutorial.

 

Es wird wilder!

ich habe mich bei meinen ersten Gehversuchen noch einmal für eine Überarbeitung der Oberteile entschieden und bin dabei auf ein hervorragendes schnelles Leder-Tutorial gestoßen: http://fromthewarp.blogspot.de/2010/01/painting-leather-quick-way.html

Ich habe es mit den aktuellen Washes angewendet. Daraus ergeben sich folgende Schritte:

Helle Grundierung (in meinem Fall Zandri Dust):

Dann folgen Washes mit Agrax Earthshade und Seraphim Sepia. Blöderweise haben sie schon Lederhosen an, was es nachher etwas schwierig gemacht hat überhaupt einen Kontrast zwischen Oberteil und Hose zu bekommen, dazu aber später mehr.

Eine erste Wash mit Agrax Earthshade:

Eine zweite Wash der Oberteile mit Agrax Earthshade und um wie gesagt den Kontrast zu erhalten eine Wash mit Nulin Oil auf den Hosen:

Und letztlich noch eine Wash mit Seraphim Sepia:

Um den Wash-Effekt ein bisschen zu reduzieren (diese typische Optik, die stark gewashte Minis nunmal haben) und um ein letztes Highlight zu setzen habe ich Sandy Brown von Vallejo Model Air verwendet. Ich habe es extrem verdünnt (ca. 3 Tropfen Wasser auf einen Tropfen der Farbe, die aber für das Airbrush eh schon sehr dünn ist). Dann habe ich ganz vorsichtig die Highlights herausgearbeitet und versucht die schicken Schatten nicht zu versauen. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, speziell wenn man den geringen Aufwand dagegen hält. Man verbringt weitaus mehr zeit mit Warten, dass die Washes trocknen als tatsächlich mit Malen.

Den Jungz fehlt noch der finishing Touch an Speeren und einzelnen Details und die Base, der Zwischenstand ist aber denke ich schon ganz gut.

Die Wildork-Boxen sind jetzt auch endlich offen und die Mobliste für den Start in die Kampagne steht auch. Zwar sind die Jungs immernoch viel zu zivilisiert (zumindest für Oli), aber immerhin hat jetzt der erste schonmal nur eine Hose und kein Oberteil mehr an.

Einen ersten kleinen Peek auf die Konstruktion meines Weirdboyz habe ich auch schon einmal angefügt.

Man darf gespannt sein, Updates folgen.